B i e l e f e l d (WB/tip).
Zwei Frauen, die
gestern auch gern
mitgelaufen wären,
trafen sich gut gelaunt
im Ziel: Heike
Mohn, dreimalige
Siegerin seit 1999,
und Doris Koslowski
(Detmold), mit vier
Triumphen die
dominierende Läuferin
der frühen neunziger
Jahre, warteten gemeinsam auf
Sieger und Siegerin.
Wobei die Bielefelderin Mohn die
bessere »Ausrede« für ihren
Startverzicht hatte: Sie erwartet im
Sommer ihr erstes Kind. »Das ist
eigentlich kein Grund, nicht zu laufen,
aber vielleicht nicht gerade 30
Kilometer«, sagte die 37 Jahre alte
Läuferin, die seit 2004 wieder für
den Hermannslauf-Verein TSVE
1890 Bielefeld startet. Obwohl
inzwischen im siebten Monat
schwanger, zieht sie weiterhin fünf
Mal pro Woche die Laufschuhe an:
»Die Schwangerschaft
verläuft völlig unkompliziert.
Aber natürlich
laufe ich nicht mehr
länger als eine Stunde.«
Für das kommende Jahr
gaben die beiden das
Versprechen, gemeinsam
am Start zu stehen.
Es ist hiermit notiert. . .
Ihre Rückkehr kündigten
auch neun Läufer
des TV Georgsmarienhütte an:
Im Vorjahr waren sie
als Indianer gekommen, dieses Mal
gingen sie als Schotten verkleidet
auf den Weg. Dabei legten sie die
30,6 Kilometer nicht nur mit
blau-schwarz geschminkten Gesichtern,
sondern im karierten Kilt zurück.
Ihre Leistung reizten die Schotten
aus Niedersachsen aber vollständig
aus: Ansgar Hempen und Jochen
Pölling verpassten nur knapp die
angekündigte 2-Stunden-Zeit.
Doch das wichtigste Thema nach
dem Zieldurchlauf war ohnehin ein
anderes: die Kleiderwahl 2005.
| Foto: |
Doris Koslowski (links) und Heike Mohn.
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