Bielefelder Tageszeitungen:
Westfalen-Blatt, Nr. 95 vom Montag, den 25. April 2005
Artikel der Hermannslauf-Sonderseiten
Klinisch tot: Wanderer wiederbelebt
Viele Sani-Einsätze
Bielefeld (WB/tip). Es fehlte
nicht viel, und die wundervoll
fröhliche Stimmung beim 34.
Hermannslauf wäre gestern von einem
tragischen Unglück überschattet
worden. Ein männlicher Wanderer
hatte es nur dem schnellen Einsatz
eines der 20 an der Strecke
postierten Erstrettungsteams in
Zusammenarbeit mit dem sofort
alarmierten Notarzt und der
Besatzung eines Rettungswagens zu
verdanken, dass er sein »Vergnügen«
überlebte. Er hatte sich bei
der überraschend warmen Witterung
offenbar zu viel zugemutet.
Als der Wanderer bei Brands
Busch zusammensackte, war er
bereits klinisch tot. Dennoch
gelang es dem Rettungsteam, ihn
wiederzubeleben. Inzwischen
befindet sich der Mann in einem
Bielefelder Krankenhaus außer
Lebensgefahr.
»Derartig dramatische
Zwischenfälle ereignen sich
glücklicherweise im Schnitt nur bei
jedem dritten Lauf, berichtete
Heiner Hofmann vom Rettungsdienst
der Stadt Bielefeld. Gestern
allerdings bescherte das warme,
teils drückende Wetter den 110
Helfern des Arbeiter-Samariter-
Bundes, des Deutschen Roten
Kreuzes und der Johanniter
Unfall-Hilfe viel Arbeit. 130 teilweise
schwere Einsätze an der Strecke,
darunter drei massive
Knochenbrüchen sowie mehrere
bewusstlose Sportler nach
Kreislaufschwächen
hielten die Helferteams in Atem.